1. Heringsangeln der Jugend des Kreisanglerverbandes Forst e.V. in Peenemünde vom 21.04. - 23.04.2017

Ein Bericht von Maximilian Schenke (Klasse 9)

Im Vorfeld der Fahrt trafen wir uns im Schülerfreizeitzentrum zur Vorbesprechung und Klärung der letzten Fragen. Wir waren schon alle mächtig aufgeregt und freuten uns auf die Tour nach Peenemünde.

Am 21.04.2017 war es dann soweit. Wir trafen uns um 15:30 Uhr an der Gutenbergoberschule in Forst (Lausitz) und fuhren mit zwei PKW´s und einem Kleinbus los. Wir waren neun Schüler und sechs Betreuer. Nachdem wir Christopher und Markus unterwegs aufgesammelt haben, ein paar Pausen und zum Schluss noch ein Besuch im Schnellrestaurant machten, waren wir nach 6 ½ Stunden endlich angekommen. Vor Ort begrüßten wir Leon aus unserer Angel AG Gruppe, der mit seiner Familie in der Nähe Urlaub machte und von seiner Mutter zu uns gebracht wurde.

Nach ein paar Minuten Warten kam Peggy. Peggy ist die Chefin des Angelcamps Mola Beach, wo wir die nächsten Tage dann verbrachten. Sie zeigte uns unsere Unterkunft. Ein auf Land liegender Segelschoner namens Condor, welcher 12 Schlafplätze, eine Toilette, eine Küche und ein Aufenthaltsraum besitzt. Da fühlt man sich gleich wie ein echter Seemann.


 Die Erwachsenen schliefen im nahe gelegenen Apartmenthotel

 

Nach beziehen der Schlafplätze und einer kurzen Belehrung sind wir dann ins Bett gegangen, da die Fahrt doch sehr anstrengend war.

Am Samstag standen wir um 07:30 Uhr auf und trafen uns mit dem Betreuerteam in der Hafenbar „Zum dünnen Hering“ zum Frühstück. Das war sehr, sehr lecker und viel.

Nach dem Frühstück trafen wir uns auf unserem Schoner zur Besprechung des Tagesablaufes und einer ausführlichen Belehrung. Hier wurde uns dann auch gesagt, dass wir leider nicht mit den Booten raus fahren können, da der Wind zu stark sei und die Sicherheit aller an erster Stelle steht. Das verstanden wir natürlich und waren aber auch froh, dass es eine Alternative gab. Die Alternative hieß Angeln im Hafenbecken. Unser Betreuerteam checkte nochmal gemeinsam mit uns unsere Angelausrüstung und dann ging es los. Heringsvorfächer und Blei an die Hauptschnur uns dann ab ins Wasser damit.

Es hat nicht lange gedauert da rief Vincent „Ich hab einen“ wir alle schauten gespannt was er da aus dem kühlen Nass ziehen würde. „Ein Barsch“ rief er und nicht mal ein kleiner dachten wir uns als er ihn aus dem Wasser hatte.

Was für ein Anfang. Und es sollte noch weiter gehen. Nach ein paar Minuten hatte Vincent wieder einen dran. Diesmal bog sich seine Rute noch mehr und alle dachten es sei ein riesiger Fisch am anderen Ende der Leine. Nach kurzer Zeit hob er dann eine mittelprächtige Brasse aus dem Hafenbecken, welche in der Rückenflosse gehackt war.

Fast im selben Augenblick bog sich Markus Rute beim Einholen seines Heringspatanoster.

„Ein Hering“ schrie er vor lauter Freude. Jawohl der erste Hering unserer Tour. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen.

           

Wir verteilten uns auf den kompletten Hafenbereich und versuchten weiter unser Glück. Einige mit Heringspatanoster, einige mit Pose und Wurm und andere mit Gummifisch und Jigkopf. Rick hatte mit seinem Gummifisch eine gute Wahl getroffen und fing einen Zander, leider war er zu klein und musste wieder in sein Element zurückgesetzt werden, aber es war ein super Motivationsfisch.

 

Um 12:00 Uhr machten wir dann Mittagspause und wärmten uns bei lecker Gulaschsuppe und Soljanker in der Hafenbar auf. Nach dem Mittag machten einige ein kurzes Mittagsschläfchen, aber die meisten waren so heiß aufs Angeln und gingen gleich wieder ans Wasser.Ich natürlich auch.

 

Leider wurde es immer windiger und bewölkter, sodass die Beißfreudigkeit der Fische doll zurück ging. Doch nach einer Weile Ruhe ging es wieder Schlag auf Schlag. Die Fische waren wieder da und es landete ein Barsch nach dem anderen auf den Steg. Doubletten waren nun keine Seltenheit mehr.

Plötzlich hörten wir Leon rufen „Ich hab einen Hering“. Der zweite wurde gefangen und der war sogar noch größer, als der von Markus. Kurze Zeit später fing Florian auch noch einen und kein fünf Minuten später hing noch einer am Patanostersystem.

Gegen halb sechs gab es dann Abendbrot, wir hatten einen Mordshunger. Der Grillmeister Julius grillte war aber gut vorbereitet und hatte genügend Grillgut auf dem Grillrost schon fertig gegrillt.

 

Nach dem leckeren Essen wurde noch gemeinsam abgewaschen und aufgeräumt. Und es ging wieder zum Angeln. Leider konnten wir uns nicht lange mit dem schönsten Hobby der Welt beschäftigen, denn es zog eine riesige dunkele Wolkenwand auf. Und wir hörten vom Betreuerteam Herrn Blossey rufen „Angeln einpacken und ab in die Unterkunft“. Anfangs dachten wir es wird ja nicht viel passieren, doch zum Glück haben wir schnell eingepackt, denn nicht mal 10 Minuten später fing es an zu regnen bzw. zu schütten.

 

Nach dem Regen sind wir dann noch paar Minuten ans Wasser gegangen. Leider biss nicht mehr so viel und kurz vor halb neun kam dann die Aufforderung zum Einpacken.

Wir versorgten noch unseren gefangenen Fisch, werteten den Tag gemeinsam aus und gingen dann in unsere Kojen

Am Sonntag trafen wir uns wieder früh um acht Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Nach dem leckeren Essen, hieß es dann aufräumen und alle Sachen ins Auto packen. Nachdem wir damit fertig waren fuhren wir ans gegenüberliegende Ufer, um ins Ubootmuseum U461 zu gehen. Das war echt ein Erlebnis, wie eng das dort ist und wie man dort Monate lang drin leben kann, frag ich mich. Also für mich wäre das nichts, aber es war sehr interessant alles mal gesehen zu haben. Als wir wieder draußen waren schlenderten wir noch ein wenig am Hafen entlang und manche kauften sich noch Souvenirs, als Andecken an das schöne Wochenende.

Um zwölf gab es dann noch Mittagessen im „Dünnen Hering“. Ratet mal was es gab! Richtig Hering in alles Variationen ob Brat-, Speck-, oder Sahnehering alles war dabei. Hier nochmal ein riesen Lob an das Team der Hafenbar!!

Nach dem Essen ging es dann wieder Nachhause.

Für mich und alle and eren Schüler war diese Fahrt einfach klasse und freue mich schon aufs nächste Mal.